Die Voraussetzungen am Arbeitsmarkt haben sich drastisch geändert, Unternehmen gelingt es immer schwieriger geeignete Fachkräfte für vakante Positionen zu finden. Im Zuge von Digitalisierung und demographischen Wandel erwarten Arbeitnehmer:innen mehr von ihren Arbeitgeber, als ein zufriedenstellender Gehaltsscheck am Ende des Monats. 

Sie wünschen sich eine Umgebung, die Wert legt auf eine zeitgemäße Arbeitskultur und die Aussicht auf eine sinnstiftende Berufung, statt nur auf die Ausübung eines Berufs. Employer Branding vermittelt in klaren Botschaften diese Unternehmenskultur und zeigt potenziellen Kandidaten, dass Ihr Unternehmen der perfekte Ort für den Fortgang der Karriere und der Weiterentwicklung von Fachkräften ist.   

Lesen Sie im Blogbeitrag, mit welchen Maßnahmen Employer Branding Ihrem Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke verpasst und wie es Ihnen langfristig gelingt, freie Stellen mit Fachkräften zu besetzen.

Inhaltsverzeichnis

Employer Value Proposition definieren

Kommunikation der Unternehmenskultur

Storytelling auf Karriereseiten verwenden

Employee Journee verbessern (Positive Candidate Experience schaffen)

Überprüfen des Employer Brandings durch KPIs:

Employer Value Proposition definieren

Insgesamt betrachtet, lassen sich Employer Branding Maßnahmen nach ihrer Wirkung unterscheiden: intern wie extern. Interne Maßnahmen sprechen vor allem die bestehende Belegschaft an, mit dem Ziel diese so lange wie möglich an das eigene Unternehmen zu binden. Externe Maßnahmen hingegen versuchen Bewerber:innen vom Unternehmen zu überzeugen.  

Dafür hat sich das Employer Branding Methoden aus dem Marketing abgeschaut. Und letztlich ist Employer Branding die Aufgabe des Personalmarketings eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen und diese am Arbeitsmarkt nachhaltig zu positionieren. 

 

Freie Stellen bleiben zu lange unbesetzt? Überzeugen Sie mit Employer Branding begehrte Fachkräfte von Ihrem Unternehmen.

 

Bevor Sie jedoch loslegen und einzelne Employer Branding Maßnahmen ergreifen, ist es sinnvoll, sich näher mit dem Employer Value Proposition Modell vertraut zu machen. Dieses Modell legt folgende Punkte fest und bildet damit die Grundlage Ihrer Employer Branding Strategie: 

  •     Wofür stehen Sie und Ihr Unternehmen als Arbeitgeber? Was zeichnet Ihr Unternehmen für Bewerber:innen aus?
  •     Wo besteht Nachholbedarf, um für Bewerber:innen interessanter zu sein? Arbeiten Sie dazu die Merkmale heraus, mit denen Sie sich von Ihrer Konkurrenz unterscheiden.
  •     Warum sollten Beschäftigte langfristig in Ihrem Unternehmen arbeiten?
  •     Mit welchen Inhalten und über welche Kanäle erreichen Sie Ihre Zielgruppen?
  •     Wirken Sie auf gesuchte Talente als Arbeitgeber attraktiv?

 

Kommunikation der Unternehmenskultur

Jeder der aufgeführten Gedanken hat in seinem Kern eine Sache gemeinsam. Sie sind Ausdruck einer bestimmten Unternehmenskultur. Sorgen Sie dafür, dass in Ihrem Unternehmen eine solche Kultur entsteht und selbstverständlich vorgelebt wird. Verkünden Sie diese Kultur der Öffentlichkeit. Nutzen Sie für die Kommunikation dazu auch die Möglichkeiten, die Ihnen Performance Recruiting und Social Media Recruiting bieten. 

 

Teilen Sie hierzu ebenfalls Ihr Employer Branding in drei zeitliche und aufeinanderfolgende Schritte ein: 

  1.     Zunächst entwickeln Sie mit dem Employer Value Position Modell eine grundlegende Strategie für Ihre Employer Branding Maßnahmen.
  2.     Mit Employer Branding kommunizieren Sie die im Modell aufgestellten Unternehmenswerte. 
  3.     Über die Employer Journee machen Sie diese Werte für die Bewerber:innen direkt erfahrbar. 

 

Aber denken Sie daran, Employer Branding Maßnahmen sind nur dann angemessen, wenn sie keine leeren Versprechen enthalten. Die von Ihnen ausgesprochenen Tatsachen müssen die Kandidat:innen nach einer erfolgreichen Bewerbung direkt vom ersten Tag an in Ihrem Unternehmen erleben. 

Achten Sie bei der Kommunikation Ihrer Unternehmenskultur auf bestimmte Grundpfeiler:

  •     Teamwork: Lassen das Employer Branding nicht nur in den Händen der Personalabteilung, hören Sie dazu außerdem auf Expertise aus anderen Abteilungen.
  •     Finden Sie heraus, was Ihren Mitarbeiter:innen am wichtigsten ist und kommunizieren Sie prägnant die Mitarbeiter-Benefits in Ihrem Unternehmen.
  •     Stellen Sie sich der Herausforderung und nehmen an Wettbewerben zur Arbeitgeberbewertung teil.
  •     Erstellen Sie eine informative Karriere-Website und vermitteln Sie Ihre Botschaften über Social Media.

 

Storytelling auf Karriereseiten verwenden

Ein großer Bruchteil Ihrer Bewerber:innen wird wohl erstmalig mit Ihrem Unternehmen über eine Karriereseite in Kontakt treten. Daher sollten sie darauf mehr als nur ein reines Bewerbungsformular vorfinden. 

Binden Sie auf dieser Seite Ihre Social Media Channels ein, beantworten Sie die drängendsten Fragen und erläutern Sie, welche Karrierechance in Ihrem Unternehmen möglich sind. 

Lassen Sie doch bei dieser Gelegenheit Ihre Mitarbeiter:innen zu Wort kommen. In kurzen Blog- oder Videobeiträgen können sie ihre eigene Geschichte aus dem Unternehmen erzählen und sich als zukünftige Kolleg:innen der Kandidat:innen präsentieren. 

 

Employee Journee verbessern (Positive Candidate Experience schaffen)

Mit dem Klick auf eine Social Media Anzeige oder dem Ausfüllen des Bewerbungsformulars beginnt die Reise der Kandidaten:innen in Ihrem Unternehmen. Nicht erst am Tag des Onboardings, sondern so früh wie möglich, sollten Sie den Kandidat:innen ein positives Erlebnis verschaffen. Vergewissern Sie sich daher, dass: 

  •     Ihr Ruf auf Arbeitgeberbewertungsportalen exzellent ist
  •     Sie Bewerber:innen stets respektvoll behandeln
  •     Die Nutzerfreundlichkeit aller Etappen des Bewerbungsprozesses hoch ist
  •     Der Prozess und das Auswahlverfahren fair und transparent sind
  •     Die Bewerber:innen nicht zu lange auf ein Feedback warten müssen
  •     Sich der Onboardingprozess nicht zu sehr in die Länge zieht
  •     Sie konstruktiv mit Kritik umgehen

Wie Sie sehen, gibt es viele Employer Branding Maßnahmen Beispiele, die zu Ihrem Unternehmenserfolg beitragen können. Ob dies gelingt, belegt ein Blick auf gewisse Kennzahlen, die idealerweise stets Bestandteil Ihrer Employer Branding Aktivitäten sind. 

 

Überprüfen des Employer Brandings durch KPIs:

Employer Branding Maßnahmen sollten Sie am besten regelmäßig auf deren Effektivität hin überprüfen. Als Datengrundlagen dienen Ihnen dabei die Analysen Ihrer Karrierewebsite, Insights aus Ihren Social Media Channels, sowie Erkenntnisse direkt aus Ihrem Unternehmen. Wagen Sie dazu hin und wieder den Blick aus der Perspektive Ihrer Mitarbeiter:innen und vertrauen Sie deren Meinung. 

Wie Ihre Employer Branding Maßnahmen wirken, erfahren Sie vor allem, wenn Sie auf folgende Aspekte schauen: 

  •     Wie ist die externe Wahrnehmung, beispielsweise aufgrund einer Medienresonanzanalyse?
  •     Erfolge des Recruitings: Wie hoch ist die Anzahl der passenden Kandidat:innen? Wie lange dauert es, bis eine vakante Stelle besetzt ist? 
  •     Geringe Fluktuation: Wie lange bleibt das Personal Ihrem Unternehmen treu?

Mehr als ein Arbeitgeber, ein Platz für Werte und eine moderne Unternehmenskultur: diese Erwartungen stellen heutzutage gefragte Talente und Arbeitnehmer:innen an ihren Arbeitgeber. Mit ansprechenden Employer Branding Maßnahmen beweisen Sie Ihren Zielgruppen, dass Ihr Unternehmen Antworten auf diese Bedürfnisse hat. 

 

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